Ökopunkte berechnen: was Ihre Fläche in Bayern bringt
In Bayern rechnet man Ökopunkte als Wertpunkte je Quadratmeter nach der Biotopwertliste der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV). Die Formel ist einfach: Fläche × (Zielwert − Ausgangswert).
Beispiel: 1 Hektar Acker
Ein intensiv bewirtschafteter Acker (A11) hat 2 Wertpunkte je m². Was eine Umwandlung bringt:
| Zielzustand | WP/m² | Aufwertung | Wertpunkte je Hektar |
|---|---|---|---|
| G212 Mäßig extensiv genutztes, artenreiches Grünland | 8 | +6 | 60.000 |
| G214 Artenreiches Extensivgrünland | 12 | +10 | 100.000 |
| B441 Streuobst mit artenreichem Extensivgrünland | 12 | +10 | 100.000 |
| B112 Mesophile Hecke / Gebüsch | 10 | +8 | 80.000 |
Wird die Maßnahme vor dem Eingriff umgesetzt, erhöht § 16 BayKompV den Wert um 3 % je Kalenderjahr. Ein Ökokonto wird ab 2.000 m² oder 15.000 Wertpunkten anerkannt.
Was ist ein Wertpunkt wert?
Es gibt keinen amtlichen Preis: Wertpunkte werden frei zwischen Anbieter und Vorhabenträger gehandelt, regional sehr verschieden. Wo im Landkreis wenig freies Guthaben auf viel Nachfrage trifft, ist der Preis eher hoch — die Landkreise zeigen das freie Guthaben aus dem amtlichen Ökoflächenkataster.
Ökokonto einrichten: die Schritte
- Fläche und Ausgangszustand bestimmen.
- Maßnahme planen und mit der Unteren Naturschutzbehörde abstimmen.
- Maßnahme umsetzen und dauerhaft sichern (in der Regel im Grundbuch).
- Anerkennung und Eintrag ins Ökoflächenkataster.
- Punkte an einen Vorhabenträger abgeben, der einen Eingriff ausgleichen muss.
Für Ihre Fläche ausrechnen
Der Ökopunkte-Check rechnet das für Ihr Grundstück und zeigt den Markt in Ihrem Landkreis; der Ökokonto-Bericht vergleicht mit dem Weiterverpachten und nennt die Fallstricke.